Goldberg - Lüben - Breslau
Auszug aus dem Stammbaum THEUSNER, der im im "Deutschen Geschlechterbuch", Band 112, bereits 1941 veröffentlicht wurde:
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'Der Name THEUSNER erscheint in Schlesien zuerst in einem alten Hypothekenbuche der Hospital-Güter der Stadt Goldberg, welches Beträge nachweist, die im 15. und 16. Jahrhundert an grundbesitzende Geschlechter in und um Goldberg herum verliehen wurden.
Dieses frühzeitige Auftauchen des anscheinend fränkisch-thüringischen Geschlechternamens THEUSNER in der nächsten Nachbarschaft der Stadt Goldberg, im einstigen Syfen (heute: Seiffenau), sowie die vermutliche Bildung des Geschlechternamens nach der Herkunft seines ersten Trägers aus der Niederlassung Deusne (Deusen, Teuse), heut Teutschenthal im Wüedebach-Tale in der Grafschaft Mansfeld, geben einen Hinweis über die vermutliche Herkunft des ursprünglich in Schlesien eingewanderten Geschlechts.
Aus der Grafschaft Mansfeld, wo seit Jahrhunderten nach Erzen gegraben wird, kamen wohl die meisten goldsuchenden Siedler nach der Gegend des heutigen Goldberg, die sich später das Stadtrecht der alten Heimat von ihrem Mansfelder Grafen erbaten.
Es ist daher möglich. dass sich der in Schlesien einwandernde Vorfahr des Geschlechts THEUSNER unter den Siedlern befand, die sich in oder in unmittelbarer Nähe der Stadt Goldberg niederließen. Der Name THEUSNER ist im 17. Jahrhundert auch zu Magdeburg nachweisbar.
Der älteste. bisher nachweisbare Vorfahre des Geschlechts war
» Tobias THEUSNER, um 1660 Bürger und Tuchmacher zu Lüben im damaligen Fürstentum Liegnitz. Die Tuchmacher waren damals das einflußreichste Handwerk der Stadt Lüben.'